Motocross
Am 8. Mai 1955 war die erste Geländefahrt »Rund um den Strinberg«, zu der sich 36 Starter meldeten. Schon zwei Jahre später fand auf dem Strinberg das 1. DMV-Moto-Cross Hessen als Hessische Meisterschaft statt, zu dem über 5000 Zuschauer kamen. Die Streckenlänge betrug 1.500m. Diese Ära der Mai-Veranstaltungen zog sich über sieben Jahre hin, und hatte ihren großen Star in Gerhard Stauch aus Sielmingen, der die 250er Klasse fünf mal hintereinander auf dem Stirnberg gewann.
Beim Internationalen DMV Motocross Hessen am 5. Mai 1963 waren 16 Nationen am Start. Die Abwicklung wird von den Verantwortlichen für so gut befunden, dass angeregt wird, einen Weltmeisterschaftslauf zu beantragen. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 6. März 1964 werden die Pläne zur Durchführung erörtert. Es findet eine rege Aussprache statt, welche zu dem einstimmigen Ergebnis führt, einen WM-Lauf zu beantragen.
1965 ist es dann soweit. Es wird der 1. Motocross-Weltmeisterschaftslauf auf dem Stirnberg ausgetragen. Es beginnt damit eine Ära, die übner 20 Jahre dauert, mit Anfangs großen Zuschauerzahlen, welche sich dann zu einem festen Stamm von 10-12000 Zuschauern im Schnitt halten.
Es nehmen am 1. WM-Lauf erstmals sowjetische Fahrer teil und der strahlende Sieger heißt Viktor Arbekow, welchem unsere vielen tausend Zuschaer euphorisch zujubeln.
Als Sponsor konnten wir die Firma Martini mit Herrn Goppert an der Spitze gewinnen, die unsere Fahrerempfänge feucht-fröhlich organisierte, und außerdem im Jahr 1967/68 den Bau unseres Start- Zielturmes (genannt Matiniturm) ermöglichte.
Gleich zwei Großveranstaltungen werden 1966 durchgeführt. Einmal der FIM-Cup mit den Klassen 500-750ccm und der Weltmeisterschaftslauf im August der Klasse 500ccm. Der WM-Lauf hat als besondere Note, dass der Vorjahressieger Viktor Arbekow sich mit dem amtierenden Weltmeister Joel Robert aus Belgien messen will. Es werden äußerst spannende Rennen gefahren, erstmals um den Ehrentitel »Großer Preis von Deutschland«, den Viktor Arbekow gewinnt.
Weitere große Sportler können sich in den folgenden Jahren in die Siegerliste auf dem Stirnberg eintragen. Wer erinnert sich nicht an Paul Friedrichs, Heiko Mikkola, Adolf Weil, Andre Malherbe oder Roger de Coster.
Da wir technisch nicht in der Lage sind, die Startbreite unserer Rennstrecke auf 40m zu vergrößern, haben wir keinen Weltmeisterschaftslauf der Soloklasse mehr erhalten. Doch dieses Hemmniss warf uns nicht aus der Bahn. Wir übernahmen im Jahre 1991 die Ausrichtung der Motocross-Seitenwagen-Weltmeisterschaft.
1992 schließen sich die größten Motorsportclubs Deutschlands zur IGM, der Interessengemeinschaft Motocross, zusammen. Unter den 11 Clubs befindet sich auch der MSC. Die IGM setzt sich zum Ziel, den deutschen Motocross-Sport zu retten, den Zuschauerschwund durch gute Öffentlichkeitsarbeit entgegen zu wirken und größere Sponsoren zu finden. Nur der IGM ist es zu verdanken, dass die Inter-DM zu einer der größten und wichtigsten Serien nachg der Weltmeisterschaft heranreifen konnte, und das der MSC Beuern mit seinen Veranstaltungen im Deutschen-Sport-Fernsehen (DSF) oder auf Eurosport präsent ist.
Mit den durchgeführten Läufen zur Inter-DM in den 90er Jahren hielt der MSC immer den Anschluss an die Ausrichter von hochkarätigen Internationalen Veranstaltungen.
Mit der 2001 eingeführten Veranstaltung »Sound am Ring«, in dessen Rahmen die Moto-Cross-Läufe eingebettet sind, versucht der Club, für jeden etwas zu bieten. Unter dem Slogan "Musik, Fun und Motocross" werden dem Publikum neben dem Sport noch Musik-Konzerte und weitere Aktivitäten geboten.
Im Jubiläumsjahr 2003 fand ein Seitenwagen-Weltmeisterschafts-Lauf auf dem Stirnberg statt.





